Medien und Diskriminierung

Gibt es in bekannten Filmen wie „Herr der Ringe“ oder „Star Trek“ versteckte, zur Diskriminierung verschiedener Minderheiten anregende Denkweisen? – Das versucht die 10-köpfige Gruppe, bestehend aus Schülern der Klassenstufen 9 bis Q, rund um den Projektleiter Wolf Jungnickel in den fünf Projekttagen herauszufinden. Dazu schauen sie sich unter Anderem kleinere Filmausschnitte an und untersuchen sie auf die gewollte oder auch unbewusste Verwendung von Stereotypen. Jeden Tag hat der Kurs ein neues Überthema, beispielsweise Antisemitismus, Rassismus, Nazismus und weitere. Neben dem Anschauen von Dokumentationen auf dem Smartboard im Raum 220 diskutieren die Teilnehmer in der Gruppe über die Themen und notieren sich Stichpunkte. Nach jedem kurzen Video werden so eigene Meinungen ausgetauscht sowie Ansichten dargestellt. Zum Beispiel erzählt einer der Teilnehmer bei einer Diskussion über die vorsätzlich häufigere Kontrolle dunkelhäutiger Bürger in westlichen Ländern eine persönliche Geschichte: Er und seine Familie machten Urlaub im Ausland und wurden am Flughafen von der Polizei angehalten. Die Polizisten vermuteten versteckte Drogen in einem Plüschtier der kleinen Schwester. Obwohl sich aber dieser Verdacht, nachdem das Spielzeug aufgeschnitten würde, nicht bestätigte, hielten die Behörden den farbigen Familienvater scheinbar grundlos drei Tage lang in Gewahrsam.

Zudem beschäftigt sich der Kurs auch mit der Benachteiligung einzelner Interessengruppen, welche kleine Religionen, bestimmte politische Ansichten oder auch Homosexuelle vertreten, die früher wie heute diskriminiert wurden oder immer noch werden. So werden beispielsweise der Nationalsozialismus, die Rassentrennung im Amerika des 20sten Jahrhunderts, der europäische Kolonialismus und auch die daraus folgende Apartheit behandelt.

[ Geschrieben von Magnus Heinrich, 9a ]