Gymnasium Eltville
Das junge Gymnasium im Rheingau
Wer wir sind
Das Gymnasium Eltville ist das jüngste Rheingauer Gymnasium; seit die Schule 1988 gegründet wurde, ist ihre Schülerzahl von anfangs 190 auf derzeit etwa 950 angewachsen. Die Schülerinnen und Schüler besuchen 40 Klassen bzw. Tutorkurse, die von einem Team von 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Bedingt durch das schnelle Wachsen von Schule und Lehrerkollegium hat das junge Gymnasium im Rheingau derzeit ein ungewöhnlich junges Kollegium.
Die Schule liegt am nördlichen Stadtrand von Eltville, eingebunden in ein 45.000 qm großes Schulgelände, auf dem sich mehrere Schulhöfe, Spielplätze, ausgedehnte Grünanlagen und ein großer Sporthallenkomplex mit drei Spielfeldern befinden. Das Gymnasium teilt sich dieses Gelände mit der Realschule Eltville, ist jedoch komplett in einem eigenen Schulgebäude untergebracht und besitzt seit 2005 einen Neubau mit einer Mensa und Unterrichtsräumen für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Derzeit findet eine umfangreiche bauliche Sanierung des Hauptgebäudes statt, nach der die Schule über eine komplett neue Fassade, eine neues Dach und innen renovierte Räumlichkeiten verfügen wird.
Am Schulzentrum befindet sich eine eigene Bushaltestelle, die im Linienverkehr an die umliegenden Gemeinden angebunden ist. Zuständig für die Organisation der Buslinien sind die Verwaltung des Rheingau- Taunus-Kreises, die ORN und der Rheingau-Taunus-Verkehrs-Verbund im RMV.
Oberstufe in Eltville
Seit Beginn des Schuljahres 2005/06 gibt es am Gymnasium Eltville die gymnasiale Oberstufe, die sich in die einjährige Einführungsphase (Halbjahre E1/E2) und die zweijährige Qualifikationsphase (Halbjahre Q1 bis Q4) gliedert. Derzeit besuchen 99 Schülerinnen und Schüler die Einführungsphase, 146 die Jahrgangsstufe Q1 (Doppeljahrgang G8/G9) und 88 die Stufe Q3.
Nach der 2009 in Kraft getretenen neuen Oberstufenverordnung (OAVO) müssen die Schüler(innen) in der Einführungsphase 34 Wochenstunden Unterricht belegen. Davon können 5 Wochenstunden von jeder Schule selbständig ausgewählten Fächern oder Lernbereichen zugeordnet werden. Am Gymnasium Eltville haben wir entschieden, nur 2 dieser Stunden für alle verbindlich festzulegen (1 zusätzliche Stunde Deutsch sowie 1 Tutorenstunde zur Vertiefung von Methodenkompetenzen). Für die restlichen 3 Stunden machen wir unseren Schülerinnen und Schülern ein breites Wahlangebot: Erdkunde, Kurse zum Erwerb der Fremdsprachenzertifikate CC (Englisch), DELF (Französisch) und Wirtschaftsenglisch, Informatik, neu beginnende Fremdsprache Italienisch („Nullcurriculum“), Förderkurse Mathematik.
Zusätzlich besteht im naturwissenschaftlichen und sprachlichen Bereich im zweiten Halbjahr die Wahl zwischen mehreren Vorleistungskursen, in denen Stärken im Hinblick auf die für die Qualifikationsphase zu wählenden Leistungskurse ausgebaut werden können.
In der Qualifikationsphase werden die Leistungsfächer Englisch, Deutsch, Mathematik, Chemie, Kunst, Geschichte, Politik und Wirtschaft, Biologie regelmäßig angeboten, bei entsprechender Nachfrage auch Französisch, Latein und Physik. Ein von Jahr zu Jahr variables Leistungskursangebot stellt sicher, dass den Bedürfnissen und Wünschen unserer Schüler und Schülerinnen optimal Rechnung getragen werden kann.
Zusätzlich gibt es in allen üblichen Schulfächern Grundkurse. Als Besonderheit wird am Gymnasium Eltville für alle interessierten Schüler das Fach Sport dreistündig angeboten, so dass gegebenenfalls Sport als viertes oder fünftes Prüfungsfach im Abitur gewählt werden kann.
Was uns wichtig ist
Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler befähigen, eigenverantwortlich, selbstbestimmt und sozial orientiert mit den vielfältigen Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft umzugehen.
Dazu gehören vor allem:
- die Vermittlung gymnasialer Kenntnisse und Fertigkeiten
- die Förderung und Stärkung der Persönlichkeit
- die Entwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen
Auch wenn unsere Schule in den letzten Jahren sehr gewachsen ist und hierdurch sicher nicht mehr jeder jeden persönlich kennt, sind wir bestrebt, uns das vertrauensvolle und entspannte Schul- und Unterrichtsklima, das unsere Schule auszeichnet, zu bewahren. Auf die intensive Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus legen wir dabei großen Wert; nach vorheriger Terminabsprache stehen wir allen Eltern für Beratungsgespräche zur Verfügung.
Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte sind seit vielen Jahren zu einer aktiven Schulgemeinde zusammengewachsen. Vielfältige Veranstaltungen wie Ausstellungen, sportliche Wettkämpfe, Autorenlesungen, Theateraufführungen und Schulkonzerte, Klassenfahrten, Projektwochen und Schulfeste tragen zur Bereicherung unseres Schullebens und zur Identifikation aller Beteiligten mit ihrer Schule bei.
Wir ermuntern unsere Schüler dazu, ihren Klassenraum, aber auch Flure, Treppenhäuser und Aufenthaltsbereiche gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern sowie den Kunstlehrkräften nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler identifizieren sich im Allgemeinen sehr stark mit ihrer Schule und achten darum auch auf den pfleglichen Umgang mit den Räumlichkeiten und Einrichtungen.
Gleitender Übergang
Zugegeben: Wer von der Grundschule auf die weiterführende Schule kommt, für den ist die neue Situation in den ersten Tagen schon ziemlich aufregend. Der Schulweg mit dem Bus, die ungewohnte Größe der neuen Schule, das Fachlehrerprinzip, selbst in der eigenen Klasse viele neue Gesichter, die Erfahrung, auf einmal wieder zu den Kleinen zu gehören - an all das muss man sich erst einmal gewöhnen.
Deshalb bereiten wir unsere Fünftklässler ganz behutsam auf die neue Situation vor. In den ersten Tagen verbringen die Klassen 5 noch sehr viel Zeit mit dem Klassenlehrer/der Klassenlehrerin, um sich gegenseitig kennenzulernen und die neue Umgebung zu erkunden. Eine Klassengemeinschaft kann so schnell wachsen und mögliche Anfangsschwierigkeiten werden bald abgebaut.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt am Gymnasium Eltville von Anfang an auf dem Erlernen von Arbeitstechniken und Methoden. Dazu gibt es in jedem Schulhalbjahr besondere Schwerpunkte, die in allen Fächern mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden. Die Methodenkompetenz der Kinder baut sich somit allmählich auf und begünstigt ein erfolgreiches Arbeiten.
Ganztägig arbeitende Schule
Durch die Einführung von G8 (gymnasialer Bildungsgang in acht Jahren) müssen alle hessischen Gymnasien in erheblichem Umfang Nachmittagsunterricht anbieten, wobei der Pflichtunterricht für die Klassen 5-9 an unserer Schule täglich höchstens 7 Unterrichtsstunden beträgt. Das Gymnasium Eltville verfügt über eine hauseigene Mensa, in der unsere Schüler während der Mittagspause zum Einzelpreis von 2,00 € oder 3,50 € ein warmes Mittagessen einnehmen können. Die Entscheidung über die Teilnahme am Mittagessen kann täglich getroffen werden.
Neben dem regulären Nachmittagsunterricht in allen Fächern und einem umfangreichen AG-Angebot gibt es an unserer Schule in Zusammenarbeit mit externen Betreibern (AWO und Neue Musikschule) ein umfangreiches nachmittägliches Bildungs- und Betreuungsangebot. Von Montag bis Freitag bieten wir zwischen der 7. und 10. Stunde eine fachbezogene Hausaufgabenbetreuung (FHAB) durch ausgewählte Oberstufenschüler(innen) unserer Schule an. Das Angebot richtet sich an Schüler(innen) der Klassen 5 bis 9. Die jeweils zu betreuende Gruppe besteht aus maximal drei Kindern; der Unkostenbeitrag je Kind beträgt ca. € 2,50 pro Unterrichtsstunde.
Wahlunterricht und AGs am Gymnasium Eltville
Arbeitsgemeinschaften (jahrgangsübergreifende Angebote):
- Cambridge Certificates, Kl. 9 ff. (Sprachdiplome Englisch)
- DELF (Sprachdiplome Französisch) Kl. 7 - 9
- Bundesfremdsprachenwettbewerb
- Homepage
- „Jugend forscht“ (i.d.R. ab Kl. 6)
- Musical
- Trommeln
- Bigband
- Orchester
- Chor (ab Kl. 7)
- Schülerzeitung
- Journalistik und Medien
- Theater (ab Kl. 9)
- Leichtathletik / Ballspiele
- Yoga , Kl. 5/6
- Mädchen-Fußball
- Handball für Mädchen
- Schach
- Basteln/Handarbeiten
- Modelleisenbahn
- Fahrrad-Workshop
Wahlunterricht (jahrgangsbezogene Angebote in Klasse 8 und 9):
- Französisch (3. Fremdsprache)
- Latein (3. Fremdsprache)
- E-Learning
- Informatik
- Kunst
- IT/NaWi
Sucht- und Gewaltprävention
Nicht alle Einflüsse, denen unsere Kinder ausgesetzt sind, tun ihnen gut. Bei der Sucht- und Gewaltprävention spielen die Vermittlung von Werten und sozialem Verhalten sowie die Förderung der Persönlichkeitsentfaltung eine entscheidende Rolle. Neben der Familie hat die Schule dabei eine große Bedeutung. Indem wir schützende Persönlichkeitsfaktoren fördern und stärken, tragen wir dazu bei, dass Jugendliche ihr Leben verantwortlich in die Hand nehmen, ihre Entscheidungen zunehmend sicherer treffen, im Konfliktfall positive Lösungen finden und in der Lage sind, ihr Leben ohne Suchtmittel zu gestalten.
Die Präventionsarbeit am Gymnasium Eltville setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:
Unser Klassenpatensystem
Klassenpaten sind Schüler und Schülerinnen aus der 9. Jahrgangsstufe, die sich für eine Betreuung der 5. Klassen zur Verfügung gestellt haben. Die Grundidee ist "Große helfen Kleinen". Mit Hilfe der Klassenpaten können sich die Neuen aus den 5. Klassen schneller in der neuen Schule zurechtfinden. So haben sie im Alltag Ansprechpartner, die ihnen erklären können, wie das Gymnasium Eltville „funktioniert“ und die ihnen bei Problemen unterschiedlichster Art mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Die Sreitschlichter
Im Schuljahr 2010/11 gibt es zum ersten Mal Streitschlichter am Gymnasium Eltville. Drei Tage lang wurde eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 dazu ausgebildet, bei Konflikten unter Mitschülern vermittelnd nach dem Ansatz der Mediation tätig zu werden. Wenn unsere Streitschlichter tätig werden, kann so mancher Konflikt ganz ohne Lehrer gelöst werden. Nicht zuständig sind die Streitschlichter allerdings, wenn es sich um größere Konflikte handelt oder wenn eine ganze Klasse betroffen ist
Präventionsunterricht und Projekttage
In der Jahrgangsstufe 5 dient der Präventionsunterricht, der einmal im Monat nachmittags erteilt wird, der Stärkung der Klassengemeinschaft, der Festlegung der Regeln im Umgang miteinander sowie dem Training von Konfliktlösungsstrategien. Seit dem Schuljahr 2009/10 führen wir diesen Unterricht in Kooperation mit der Schulsozialarbeit durch.
In Klasse 6 steht zu Beginn des 2. Schulhalbjahres im Rahmen eines Projekttags das Thema „Achtsamkeit und Grenzen“ im Mittelpunkt; Ziel ist es, den respektvollen Umgang miteinander zu fördern. Einen Schwerpunkt stellt das Erspüren der eigenen Grenzen im Umgang mit anderen dar. Aufbauend darauf wird das Erkennen und Respektieren der Grenzen der anderen reflektiert.
In Klasse 7 steht im Anschluss an die Weihnachtsferien das Thema „Umgang mit Gruppendruck“ auf dem Programm. Auch dieser Projekttag wird gemeinsam mit der Schulsozialarbeit gestaltet. Ein Informationsblock zum Thema Auswirkungen des Rauchens auf den Körper wird ergänzt durch die Beschäftigung mit Suchtmitteln im Allgemeinen und der Auseinandersetzung mit der Meinung anderer zu diesem Thema mittels eines Rollenspiels.
In Klasse 8 findet ein Projekttag zum Thema "Umgang mit Alkohol" statt. Diesen Tag führen wir zusammen mit der Suchtberatungsstelle des Rheingau-Taunus-Kreises und dem Schulelternbeirat durch. Ein Stationenparcours, der sich dem Thema Alkohol von möglichst vielen Seiten annähert, soll dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler einen verantwortungsvollen und selbst bestimmten Umgang mit der Droge Alkohol entwickeln.
Rauchfreie Schule
Regelmäßig nehmen unsere siebten Klassen am bundesweiten Wettbewerb „Be smart, don’t start“ teil. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb wird vom Klassenlehrer/der Klassenlehrerin begleitet und durch einen Projekttag ergänzt. Beim Umgang mit rauchenden Schülerinnen und Schülern setzen wir in erster Linie auf Beratung. Bei Jüngeren streben wir eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus an.
Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
In der Sucht- und Gewaltprävention ist es oft hilfreich, mit außerschulischen Kooperationspartnern zu arbeiten. Wir arbeiten eng mit der Schulsozialarbeit zusammen und pflegen den Kontakt mit dem Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe des Rheingau-Taunus-Kreises. Über unsere Mitarbeit im Präventionsrat Oberer Rheingau sind wir mit vielen Institutionen und Beratungsstellen vernetzt, die in der Kinder- und Jugendarbeit eine Rolle spielen. Bei Bedarf können wir den Kontakt zu einer Beratungsstelle vermitteln.
Schulsozialarbeit
Seit Beginn des Schuljahres 2009/10 ist an unserer Schule ein Team von inzwischen fünf Schulsozialarbeitern tätig. Nach dem vom Rheingau-Taunus-Kreis vorgegebenen Konzept widmen sie sich der Einzelberatung von Schülern aller Altersstufen, begleiten Klassen der Jahrgänge 5 bis 8 und bieten für sie thematische Projekte an.



